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Entfernung von Tätowierungen, Permanent Make-up oder Altersflecken

tätowierter RückenSeit einigen Jahren ist das Tragen von Permanent- Körperschmuck, auch Tätowierung oder kurz Tattoo genannt, salonfähig wenn nicht sogar Mode geworden. So ist es nicht verwunderlich, dass mittlerweile fast jeder fünfte Deutsche zwischen 16 und 29 Jahren Träger eines oder mehrerer Tattoos ist. Der Wunsch nach einer Tattooentfernung kann viele Gründe haben. Moden ändern sich, die Tätowierung war eine Jugendsünde, passt nicht mehr in die berufliche Situation oder das erhoffte Kunstwerk war bereits bei der Tätowierung misslungen. Im Laufe der Geschichte haben sich mehrere Methoden zur Entfernung ungewollter Tattoos entwickelt.

  1. Die wohl weitverbreitetste ist das Cover-up. Hierbei handelt es sich um das Überarbeiten oder Übertätowieren eines nicht mehr gewünschten Körperbildes.
  2. Ausschneiden des Tattoos (Exzision). Bei nicht all zu großen Tätowierungen werden diese unter örtlicher Betäubung einfach ausgeschnitten und die Wunde mittels verschiedener Techniken wieder verheilt. Bei größeren Arealen wird die Wunde mit Haut-Transplantaten bedeckt. Diese Technik empfiehlt sich lediglich bei kleineren und länglichen Tattoos. Der Nachteil der Exzision liegt in der verbleibenden Narbenbildung. Eine neuere Methode der Exzision spaltet die Haut operativ und entfernt nur die eingefärbten Hautschichten und die normal gefärbten Hautschichten werden wieder an ihre alten Stelle gesetzt.
  3. Laserbehandlung. Seit einigen Jahren hat sich die Laserbehandlung als eine der schonensten und besten Methoden bewährt. Je nach Art des Lasers, (gütegeschaltene Ruby-Laser, q-switch nd-Yag-Laser (Neodym-Yaglaser), Alexandrit-Laser, Erbiumlaser, CO2-Laser, Blitzlampengeräte (kein Laser, wird aber meist als „Laser“ beworben), Kryptonlaser) werden gute kosmetische Ergebnisse erreicht. Mithilfe von CO2 oder Erbium Laser werden hauchdünne Schichten der Haut abgetragen. Da diese Methode meist ohne Narbenbildung oder zumindest narbenarm arbeitet, ist die Erbium-Laserabtragung besonders gut bei ästhetischen Eingriffen wie dem Entfernen von Muttermalen, Warzen, Altersflecken oder Pigmenttumoren geeignet. Bei der Tattoo-Entfernung mit dem Erbiumlaser wird die eingefärbte Hautpartie „kalt verdampft“, d.h mit extrem schnellen Lichtimpulsen behandelt. Diese Methode schädigt die Hautschichten, die über der Tätowierung liegen.
  4. Diathermie. Hierbei wird mithilfe elektrischer Ströme, die durch die Haut geleitet werden, der Farbstoff des Tattoos in Wärmeenergie umgewandelt, so dass der Farbstoff verkocht und verdampft. Das Tattoo wird also verbrannt. Die Farbpigmente lösen sich in Form einer typischen Kruste über der behandelten Stelle und gesunde Haut wächst nach. Diese oft stark juckende Kruste darf wegen Infektionsgefahr und möglicher Narbenbildung nicht abgekratzt werden. Die Narbenbildung ist bei professioneller Anwendung relativ gering. Bei falscher Anwendung jedoch können Verbrennungen wie bei einer offenen Flamme entstehen. Der Vorteil gegenüber Laserbehandlung kann sein, dass alle Farbpartikel zerstört werden können. Nachteilig ist das höhere Infektions- und Narbenriskiko zu nennen. Außerdem ist Diathermie genauso schmerzhaft wie das Tätowieren und gilt als noch nicht völlig ausgereift. Daher wird diese Methode auch nur an wenigen Stellen angeboten.
  5. Abschleifen (Dermabrasion). In seltenen Fällen wird diese früher weit verbreitete Methode der Tätowierungsentfernung noch von Dermatologen angewandt. Die Dermabrasion ist ein richtiger chirurgischer Eingriff, im Gegensatz zur „Micordermabrasion“, die in der Kosmetik eingesetzt wird. In einigen wenigen speziellen Fällen ist dieses Verfahren die beste Maßnahme, um eine Tätowierung zu entfernen. Man sollte jedoch bedenken, dass das Abschleifen ein operativer Eingriff ist, der ein hohes Narbenrisiko birgt und das Tattoo häufig nur unvollständig entfernt.
  6. Waterjet-Cutting. Bei diesem Verfahren wird die Haut statt eines Skalpells mit einem feinen Wasserstrahl, dessen Druck und Pulsfrequenz variiert werden kann, geschnitten. Die tätowierte Haut wird betäubt und unterhöhlt, um an die Farbpigmente zu gelangen. Danach werden diese aus der Haut ausgespült. Bei dieser Methode handelt es sich um eine richtige Operation, die unter Vollnarkose vorgenommen wird. Der Vorteil des Waterjet-Cuttings liegt in der kompletten Beseitigung aller Farbarten sowie der Anwendbarkeit auch bei großflächigen Tätowierungen. Nachteile sind der hohe Aufwand (Krankenhaus!) und das noch nicht ganz ausgereifte Verfahren. Außerdem wird das Verfahren des Waterjet-Cuttings nur in wenigen Hautkliniken angeboten.

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