News

Ohrenkorrekturen – (Otoplastik)

 

ohrenkorrektur.jpgEine Ohrenkorrektur kann abstehende Ohren anlegen oder zu große Ohren verkleinern. Die Korrektur abstehender Ohren wird auch Ohrmuschelplastik, Otoplastik, Otopexie oder einfach Korrektur von Segelohren genannt.

Der Patient sollte sich vor dem Eingriff erkundigen, ob regelmäßig eingenommene Medikamente in der Zeit vor und nach dem Eingriff weiter angewendet dürfen. Eventuell kann es nötig sein, bestimmte Medikamente (Bsp. Gerinnungshemmende Mittel) kurzzeitig abzusetzen. Raucher sollten ihren Nikotinkonsum vor und nach dem Eingriff einschränken, da Rauchen die Wundheilung verzögern kann.

Die Ohrenkorrektur ist sowohl im Kindesalter als auch noch im Erwachsenenalter möglich. Findet sie beim Kind statt, sollte zum Zeitpunkt des Eingriffs die Ohrmuschel bereits ausgewachsen und

keine wesentliche Größenzunahme mehr zu erwarten sein. Der Großteil der Kinder wird im Alter von 4 -14 Jahren operiert. Voraussetzung sollte allerdings das Einverständnis des Kindes sein.

Vor dem Eingriff wird der Patient gründlich untersucht und über den Eingriff und seine Risiken aufgeklärt.

Die Ohrenkorrektur findet unter Lokalanästhesie( örtliche Betäubung) statt. In der Regel ist es nicht nötig, dass eine stationäre Aufnahme des Patienten erfolgt.

Bei sehr kleinen oder ängstlichen Kindern kann eine kurze Vollnarkose vorgenommen werden.

Es gibt verschiedene Operationstechniken, deren Wahl sich nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten richtet und von Fall zu Fall entschieden wird.

Drei gebräuchliche Techniken sind:

– Technik nach Stenström: Schwächung des Knorpels an der Vorderseite
– Technik nach Mustardé: Neuformung des Knorpels durch Nähte
– Technik nach Converse: Neuformung des Knorpels durch Einschnitte

In der Regel liegt pro Ohr ein Zeitaufwand von 45 – 60 Minuten vor. Je nach Verlauf und Schwierigkeit des Eingriffs kann es selbstverständlich zu Abweichungen kommen.

Die Schnittführung erfolgt für gewöhnlich in der Falte hinter dem Ohr, so dass die spätere Narbe nicht offensichtlich ist.

Nach der Operation wird ein fester Kopfverband angelegt, der nach etwa einer Woche gegen einen leichteren Stirnverband gewechselt wird. In den ersten Monaten wird es vermutlich erforderlich sein, diesen Stirnverband auch nachts zu tragen.

Über weitere Verhaltensweisen in der ersten Zeit nach der Operation (Bsp. Brillenträger sollten Kontaktlinsen tragen) wird der behandelnde Arzt informieren.

Mögliche Risiken der Ohrenkorrektur können sein:

Wundheilungsstörungen, überschiessendes Narbengewebe, allergische Reaktionen etc. Den kompletten Überblick wird der behandelnde Arzt geben, der auch Auskunft und Hilfestellung geben wird, sollte es beim Patienten nach der Operation zu Nebenwirkungen kommen.

Auch bei der Ohrenkorrektur gilt: Je mehr Erfahrung der durchführende Arzt hat, desto geringer ist das Risiko für Nebenwirkungen und desto besser sind die Chancen für den Patienten, formschöne Ohren zu erhalten.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*