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Lokalanästhesie statt Vollnarkose

Berlin, 11. Januar: Möglichkeiten der örtlichen oder regionalen Betäubung bei ästhetisch-plastischen Operationen finden stärkeren Anklang. Vorteile für den Patienten: geringere körperliche Belastung und Einsparen des Klinikaufenthaltes. Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) erläutern diese Entwicklung.

Patienten äußern zunehmend ihr Interesse an Alternativ-Methoden zur Vollnarkose bei ästhetisch-plastischen Eingriffen. Zu den Praktiken, die eine örtliche Betäubung zulassen, gehören auch größere invasive Eingriffe wie die Brustvergrößerung. „Der Anteil der von mir durchgeführten Brustvergrößerungen in Lokalanästhesie beträgt mittlerweile circa 50 Prozent“, so Dr. med. Hans-Jürgen G. Bargmann, DGÄPC-Mitglied aus Hamburg. Dr. med. Hans-Detlef Axmann, Sekretär der DGÄPC: „Brustaufbau in Lokalanästhesie erfordert eine große Routine des Chirurgen. Patienten sollten sich gut über die Erfahrungen des Arztes informieren. Wir führen den Eingriff seit etwa neun Jahren mit hoher Frequenz durch.“ Bei der Lokal- und Regionalanästhesie wird lediglich ein lokal beziehungsweise regional begrenzter Körperbereich betäubt. „Auf Wunsch des Patienten wird diese Methode mit einer Schlaf- und Schmerzmittelverabreichung kombiniert“, erklärt Dr. med. Klaus G. Niermann, Mitglied der DGÄPC aus Mainz.

Fachärzte führen dank der Entwicklung der Tumeszenz-Anästhesie auch immer häufiger Fettabsaugungen (Liposuktion) ohne Vollnarkose durch. Dies begünstigt sogar das Operationsergebnis. DGÄPC-Mitglied Dr. Norbert Kania aus Frankfurt am Main: „Die Fettabsaugung sollte meines Erachtens aus medizinischer und ästhetischer Sicht in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Der Patient kann sich während der Liposuktion selbstständig bewegen oder einzelne Muskelpartien anspannen. So erreicht der Operateur ein optimales symmetrisches Ergebnis.“

Einige Fachärzte führen in neuerer Zeit ebenso Faceliftings und Nasenkorrekturen mit Hilfe von Lokalanästhesie durch. Gegenüber der Vollnarkose beeinflussen regionale oder lokale Betäubungen die Hirn-, Lungen- und Stoffwechselfunktion nur geringfügig. Folge: Schonung des Herz-Kreislaufsystems und ein vermindertes Risiko von Nebenwirkungen. Dennoch: Einige Eingriffe – etwa die Bauchdeckenstraffung oder Gesäßkorrekturen – stellen eine traumatische Belastung für den Körper dar, die er in Vollnarkose besser übersteht.

Weitere Informationen zum Thema der Narkoseanwendung bei Ästhetisch-Plastischer Chirurgie zu finden unter www.dgaepc.de.

Pressekontakt:

Johanna Westermeier
DGÄPC Pressestelle
030/887102-17
johanna.westermeier@dgaepc.de

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